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ALGEN

 ... der Geschmack nach Meer

Die vegetarische Alternative zu Fisch kommt auch aus dem Meer. Wer Fisch-Geschmack als VegetarierIn aus unerklärlichem Grund irgendwie nicht abgeneigt ist, der wird überrascht und erfreut sein, wie intensiv Meeresalgen nach „Fisch“ schmecken. Doch in Wirklichkeit schmecken sie gar nicht nach Fisch, sondern nach Meer - und umgekehrt: Der typische „fischige“ Geschmack kommt bei Fischen aus “ihrem“ Element (dieser im Wasser lebenden Wirbeltiere): Fische schmecken nach Meer, Algen natürlich auch!  Kombiniert man bestimmte Algensorten mit Tofu, entstehen leckere Gerichte wie z.B. panierte Bratstäbchen à la Käpt‘n Tofu - absolut grätenfrei... Für Einsteiger empfehlen sich Nori-Blattalgen, die auch fertig geröstet und gesalzen zu kaufen sind. Bei vielen vegetarischen Kindern erfreut sich diese Algenart großer Beliebtheit. Sie werden z.B. gerne gleich „aus der Tüte“ gegessen.

Tipp: Probieren Sie einmal Spaghetti mit selbstgemachter Tomatensauce nach „mediterraner“ Art. Einfach ein paar zerkleinerte Nori-Blattalgen in die Sauce einrühren, Kräuter der Provence und Kräutersalz dazu - fertig! Wer Algen in seinen Ernährungsplan einbaut, braucht sich aufgrund ihres hohen Jodgehaltes vor einem Jodmangel nicht zu fürchten. In Gemüsen, Getreide und Hülsenfrüchten ist Jod nur unzureichend vorhanden. In größeren Mengen ist Jod nur in Algen, Fischen, Schalentieren und Lebertran zu finden. Ein Mangel an Jod führt zu einer Schilddrüsenvergrößerung, dem Kropf. Ein schwerer Jodmangel in der Schwangerschaft führt zu einem Schilddrüsenhormon-Mangel des Fötus. Schwere irreparable Entwicklungsstörungen z.B. des Zentralnervensystems und des Skeletts kennzeichnen diesen Mangel.

Algen unterliegen gesetzlich einer Kennzeichnungspflicht als jodreiches Lebensmittel. In vielen Ländern, z.B. Japan, sind sie ein traditionelles Lebensmittel. Warnungen sind dort nicht notwendig. Bei übermäßigem Algen-Verzehr wird auf evtl. Störungen der Schilddrüse hingewiesen. Dieses hängt auch damit zusammen, dass der Jodgehalt der verschiedenen Algenarten sehr unterschiedlich ist.

Algenart Jodgehalt/100g Algen
Nori         ca.      8 mg
Wakame   ca.   10 mg
Mekabu   ca.    10 mg
Hijiki         ca.   30 mg
Arame      ca.   80 mg
Kombu      ca. 100 mg
 

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine durchschnittliche Tagesaufnahme von nicht mehr als 0,2 mg Jod.

Unser Buchtipp: Delikate Algen-Rezepte, vom „Gefälschtem Aal“ bis zu „Käpt‘n Tofu“ sind in dem auch für alle Tofu-Rezepte sehr empfehlenswerten Buch „Kochen und backen mit Tofu“ von dem veganen Öko-Koch Alexander Nabben nachzulesen (erschienen im Pala-Verlag).

Quelle: Vegetarier-Bund Deutschlands e.V.

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