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Brauchen wir für eine gesunde Ernährung Fisch?

Fisch wird allzuoft als das gesunde Lebensmittel gepriesen. Angesichts der vorgenannten Ausführungen muss dies nachdenklich stimmen, denn Fische gelten nicht zufällig als Bio-Indikatoren für den Zustand unserer Umwelt.

Sie stehen, bedingt durch die Kiemenatmung und die durchlässige Haut, in ständigem Kontakt mit dem Element Wasser. Alle Schadstoffe werden von ihnen aufgenommen und reichern sich in ihnen an. Als letztes Glied in der Nahrungskette nimmt der Fischesser diese auf, so zum Beispiel Spurenelemente wie Quecksilber.

Fisch wird immer wieder als ausgiebige Jodquelle benannt. Die Meinungen zur notwendigen Jodaufnahme durch die Nahrung sind nach wie vor sehr verschieden. Viele Wissenschaftler plädieren für die Verabreichung von jodiertem Salz oder gar Jod-Tabletten, weil angesichts des jodarmen Bodens und Trinkwassers in Deutschland ein Großteil der Bevölkerung zur Kropfbildung infolge der Jodarmut neigt. Jodempfindliche Menschen haben mit dieser Maßnahme Schwierigkeiten. Professor Dr. Leitzmann, Ernährungswissenschaftler an der Universität Giessen, empfiehlt Nicht-Jodallergikern/innen die Verwendung von jodiertem Speisesalz (5g Salz enthalten ca. 100 Mikrogramm Jod, Tagesdosis 180-200 Mikrogramm) und Mineralwasser mit einem hohen Jodgehalt (ab 200 Mikrogramm pro Liter). Bedenken Sie, dass ein Esslöffel Salz bereits den Tagesbedarf deckt und auch andere Nahrungsmittel (z.B. Brot) oft mit jodiertem Salz zubereitet sind. Sie sollten also auch künftig weiterhin sparsam mit Salz umgehen.

Was die Eiweiß-Frage anbelangt (Fisch ist reich an Proteinen), ist der Bedarf auch ohne Probleme durch pflanzliche Nahrungsmittel (beispielsweise durch die proteinreichen Hülsenfrüchte) zu decken. Es sei an dieser Stelle nur angedeutet, dass zu hoher Eiweißkonsum als Ursache zahlreicher Krankheiten gilt.

Die vegetarische Kost versorgt Sie mit allen notwendigen Bausteinen für eine gesunde Ernährung. Diverse wissenschaftliche Studien belegen, dass Vegetarier gesünder sind als FleischesserInnen, seltener an Krebs erkranken, das Risiko für Herz- und Gehirninfarkt geringer ist und VegetarierInnen eine höhere Lebenserwartung haben.

Zusammenstellung der Studien (Universität Gießen / Krebsforschungszentrum Heidelberg / Bundesgesundheitsamt Berlin) für 3,60 Euro + 1,50 Euro Porto beim Vegetarier-Bund Deutschlands e.V., Blumenstr. 3, 30159 Hannover erhältlich (bitte Briefmarken oder Scheck beilegen).

Dieser Text ist ein Auszug aus dem Faltblatt “Fisch”, das sich ausführlich auch mit den ökologischen und ethischen Fragen des Fischfangs auseinandersetzt.

Das Faltblatt “Fisch” erscheint demnächst beim Vegetarier-Bund Deutschlands.

Text: Ilona Witten

Ilona Witten ist Autorin des Buches: “Tierliebe und der Blick über den Tellerrand. Plädoyer für ein tierbewusstes Verhalten.”

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